Wiegenlieder! (2022/2023)
Eine Tanzperformance für 3 Luftbetten, 4 Performer*innen, 15,5 Melodicas, 2 Musiker*innen, X Mütter*, 1 Frischeluft und 1 Sorgechor
14.07 – 17.07.2022, (Premiere) Freilichtbühne/ Uferstudios 01.06. - 04.06.2023, Freilichtbühne/ Uferstudios
„Das ist ein Stück über Mutterwerden und Muttersein aus heutiger Perspektive. (...) ein queerfeministischer Ansatz also, für den die Brecht Zitate dann mit eigenen Erlebnissen der Performer*innen als Mutter vermischt werden. (...) Das Private wird hier zum Politischen und damit ist dann Claudia Gabe doch wieder ziemlich nah dran an Brecht und Eisler. (...) Überzeugend ist dieses Stück im Aufzeigen der Probleme und auch im Aufzeigen von Lösungen.“
Frank Schmid, rbb Kulturradio, 15.07.2022
CHOREOGRAFIE Claudia Garbe PERFORMANCE Steffi Sembdner, Virginnia Krämer, Diana Thielen, Rita Dita Scholl + der Sorgechor DRAMATURGIE Anja Spitzer, Margret Schütz CHORLEITUNG Claudia Garbe, Jojo Büttler SOUND/ PERFORMANCE Vera Pulido, Claudia Garbe BÜHNE + KOSTÜM Michaela Muchina PRODUKTIONSLEITUNG Anja Kolmanics, Anja Spitzer ASSISTENZ Jojo Büttler PR- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Gesa Rindermann GRAFIK Ingolf Watzlaw
Eine Produktion von Claudia Garbe. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ - STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR.
Wiegenlieder sind ein Ritual, mit dem auf der ganzen Welt Eltern ihre Kinder in den Schlaf begleiten. Doch wer singt und ist Wiegen Arbeit? „Wiegenlieder!“ ist eine Open Air-Tanzperformance über Mutter*schaft, Sorge-Arbeit und Privilegien aus queer-feministischer Perspektive, inspiriert von Brechts „Wiegenliedern einer proletarischen Mutter“ (1932): Es sind Lieder zum Einschlafen, die zugleich aufrütteln sollen.
Das Bühnenbild ist eine Luftmatten-Landschaft, an der sich die Performer*innen bis zur Erschöpfung abarbeiten. 15 Melodicas, die durch Schläuche verbunden sind, werden von einem Sorgechor durchgängig kontrolliert und beatmet. In einer dichten Klangatmosphäre bewegt sich „Wiegenlieder!“ zwischen Einlullen und Auflehnen, Widerstand und Kapitulation.